Stoffe

Synthetische Fasern

Hier kommt der Plastikbezug bei meinem Stoffe-Thema 😉

Polyamid/Polyacryl/Polyester/Polyethylen

Polyester
(c): Polyester

Genaugenommen: Es gibt durchaus natürliches Polyester. Aber ich wollte mich hier mit den synthetischen Fasern beschäftigen, aus denen die Kleidung hergestellt wird.
Die ganze chemische Bedeutung und Darstellung ist ziemlich kompliziert (vielleicht auch nicht so kompliziert, aber ich steige da nicht komplett durch 😀 ), das müsstet ihr dann bei Interesse selbst nachlesen 😉

Synthetische Fasern für Kleidung wurden in den 1930er Jahren entwickelt. Maßgebend für die Entwicklung waren die Versuche des US-amerikanischen Chemikers Wallace Hume Carothers, der an den Polykondensationsreaktionen forschte und z.B. auch Nylon erfand.

Verwendung für die synthetischen Fasern in Textilien gibt es viele. Neben Regen- und Sportbekleidung auch Unterwäsche, Kittel und Vlies; und auch einfache Kleidung. Wo ich schon die Erfindung von Nylon erwähnt habe, natürlich Nylonstrümpfe. Und zur Stärkung der Reißfestigkeit von Strickgarn ist zum Beispiel in Sockenwolle ein Anteil von 25% Synthesefaser enthalten.

Synthetische Kustfasern werden aus Erdöl hergestellt. Dabei ist das erste Problem natürlich, dass Erdöl ein fossiler Rohstoff ist und nicht ewig hält, und auch die Rohölproduktion sollte nicht außer Acht gelassen werden. Bei der Herstellung einer synthetischen Kunstfaser wird dabei eitwa doppelt so viel Energie benötigt wie bei der Produktion einer Baumwollfaser.
Allerdings ist der Wasserverbrauch bis zu 25 mal geringer.
Glücklicherweise wird wohl auch größtenteils auf umwelt- und gesundheitsschädlice Chemikalien verzichtet (aber die gibt es ja auch bei anderen Stoffen).

apollo-polar-fleece-scarf
Fleece-Schal

Inzwischen ist es möglich, synthetische Stoffe halbwegs gut zu recyclen. So kann man zum Beispiel aus PET-Flaschen Kunstfasern erzeugen, die für Kleidung genutzt werden.

Kunstfasern haben allerdings ein großes Problem: Sie sind nicht biologisch abbaubar.
Es landen pro Waschgang (z.B. einer Fleecejacke) bis zu 2000 Fasern im Abwasser. Da die Klärwerke diese nicht herausfiltern können, gelangen die Kunstfasern in Flüsse und Meere. Besonders hoch ist die Konzentration um große Städte rum (generell was Müll angeht, weil die einfacher mehr produzieren auf geringem Raum; aber eben auch was Kunstfasern als Mikroplastik angeht).

Zusammengefasst kann man also sagen: Es gibt schon positive Aspekte („wenig“ Wasserverbrauch bei der Herstellung; aus recycletem PET), jedoch landet bei diesen Kunstfasern beim Waschen immer ein Teil als Mikroplastik im Meer (Weiß leider nicht genau, wie so was bei Regenbekleidung aussieht). Selbst wenn keine chemischen Zusatzstoffe wie Weichmacher enthalten sind, die die Gene der Tiere manipulieren, werden die Mikroplastikteile von Fischen und Muscheln gefressen, die wiederum auch von Menschen gegessen werden. Also ist im Endeffekt „Plastikkleidung“ keine gute Alternative zu natürlichen Rohstoffen als Kleidung.

 

–>https://blog.wwf.de/mikroplastik-das-meer-der-muell-die-zahnpasta-und-dein-fleecepulli/

 

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