Stoffe

Baumwolle

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(c) Wikipedia

Die Baumwollfasern für unsere Kleidung werden aus der Baumwollpflanze gewonnen, die v.a. in den tropischen und subtropischen Gebieten in Mittelamerika, Indien und Asien wachsen.Schon lange wird Baumwolle als Stoff für Kleidung verwendet. Allerdings ist er nicht so gut wie man sich vielleicht denkt:

Es sind weltweit etwa 100 Millionen Haushalte an der Produktion von Baumwolle beteiligt. Der „ Baumwollpreis wird allerdings durch Subventionen der nördlichen Produktionsländer künstlich tiefgehalten“; die Produzenten im Süden bekommen nichts von den Subventionen, sodass sie trotz ihrer Arbeit arm werden/bleiben.

Außerdem werden bei der Herstellung von Baumwolle sehr viele Pestizide und Mineraldünger verwendet. Die Baumwollpflanze hat eine lange Wachstumszeit, jedoch gibt es eine große Nachfrage, wodurch immer häufiger der Anbau von Zwischenfrüchten weggelassen wird, der die Bodenqualität verbessern und den Wuchs von Unkräuter verringern würden. So entstehen oft Monokulturen, die gedüngt und gespritzt werden müssen, damit ein hoher Ertrag erzielt werden kann. Jedoch entsteht durch diese einseitige Bewirtschaftung ein Verlust der Bodenqualität und -im ökologischen Sinne besonders traurig- ein Rückgang der Biodiversität.
Ebenfalls sind die Düngemittel schlecht für das Klima, da die Dünger einen hohen Kohlenstoffdioxid-Ausstoß haben. Bei einem konventionell produzierten Baumwoll-T-Shirt entstehen z.B. 7-9 Kilogramm CO2.

Der hohe Wasserverbrauch ist ebenfalls problematisch. Für ein T-Shirt können bis zu 2000 Liter Wasser benötigt werden (je nach Boden und Anpflanzungsort). In diesem Zusammenhang bekannt geworden ist das Problem mit dem Aralsee in Zentralasien. Seit den 1960er Jahren ist der See aufgrund der Wasserentnahme für u.a. Baumwollfelder (aber auch anderen Faktoren) von einer Größe von 68.000 km² (vgl. Bayern 70.553 km²) auf 13.900 km² (2010) geschrumpft und dadurch versalzen. Das hat nicht nur Auswirkungen auf das Klima, sondern genauso auf die Ökologie in diesem Gebiet (und natürlich auch anderen Gebieten, in denen es ähnlich zugeht) und auf die Menschen, die nun Schwierigkeiten haben, von dem See zu leben.

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(c)

Natürlich gibt es Bio-&FairTrade-Baumwolle; Fairtrade besonders im Zusammenhang mit den Arbeitern, für einen gerechten Lohn, Bio-Siegel bei Baumwolle deuten auf die biologische Anbauweise der Baumwolle hin (allerdings dann nicht weiter bei der Verarbeitung), immerhin bleibt pro Bio-Baumwoll-Shirt die Anbaufläche von 7 m² von Pestiziden und Kunstdünger befreit. Allerdings gilt bei Textilien für das Bio/Öko/kbA-Siegel nicht das Selbe wie bei Lebensmitteln: die Begriffe Bio und Öko sind bei Textilien nicht geschützt.
Besser ist das GOTS-Siegel (Global Organic Textile Standard): steht für umwelttechnische Anforderungen in der gesamten Produktionskette, sowie auch für Sozialkriterien. Das Siegel soll dem Verbraucher Produktsicherheit bezüglich einer nachhaltigen, umweltverträglichen und sozial verantwortlichen Herstellung geben.
Ebenso wie zertifizierte „Naturtextil Best“-Produkte bieten sie zur Zeit die höchsten Kriterien in Sachen Umwelt und Sozialem.

gots-logo
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